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Hochschuldidaktik allgemein · Gastbeitrag

„Sie können mit simplen Methoden bereits sehr viel bewirken“ – Hochschullehre aus der Sicht einer Studierenden

Hochschullehre aus Studierendensicht

Als Studentin und angehende Bildungswissenschaftlerin hat unsere Praktikantin Bianca Morath eine spannende Perspektive auf die Hochschullehre, die sie hier für uns schildert.

Positive und negative Aspekte der Hochschullehre

Ich studiere Bildungswissenschaft und Bildungsmanagement in Freiburg und habe vor Kurzem mein Pflichtpraktikum als Instructional Designerin begonnen. Ein zentraler Aspekt für mich als Studierende ist, dass die Struktur in den Vorlesungen gut erkennbar ist – vor allem durch Transparenz, etwa durch vorgegebene Lernziele zu den jeweiligen Sitzungen. So wissen wir, was auf uns zukommt und worauf wir uns beim Lernen fokussieren sollten.

Eine Schwierigkeit ist das hohe Vortragstempo mancher Dozierender, oft verbunden mit vollgepackten PowerPoint-Folien. Die Folge: Wir müssen zu viele Inhalte in zu kurzer Zeit aufnehmen und bekommen von Minute zu Minute weniger mit. Deshalb ist es notwendig, Folien so zu gestalten, dass die Kernpunkte darauf stehen – mehr aber nicht. Sonst bleibt der Fokus auf der Präsentation statt auf dem Inhalt.

Aktivierende Lehrmethoden – in der Sitzung und online

Bei viel Input wünsche ich mir aktivierende Methoden wie Flipped Classroom oder mehrere Lernstopps. Besonders positiv blieb mir eine Veranstaltung im Gedächtnis, in der wir nach jedem Input-Block zwei bis fünf Minuten in Einzel- oder Partnerarbeit die Inhalte anhand weniger Fragen wiedergeben sollten – anschließend kurz im Plenum besprochen. Das klärt offene Fragen und beugt Monotonie vor. Auch nicht benotete Online-Tests zur Nachbereitung im LMS empfand ich als sehr nachhaltig: Man überprüft eigenständig seinen Wissensstand und nutzt sie zugleich zur Klausurvorbereitung.

Fazit: Weniger ist mehr

Braucht es teure Ressourcen für gute, motivierende Lehre? Nein. Trotz knapper Zeit können Sie mit simplen Methoden viel bewirken. Meist reicht es, Transparenz und Struktur einzubringen; aktivierende Methoden wie Vorwissensaktivierung, problemorientiertes Lernen und Flipped Classroom unterstützen und motivieren Ihre Studierenden bereits spürbar.

Herzlichen Dank für den Gastbeitrag an Bianca Morath.

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