Jetzt kostenlose Tipps & Gratis-eBook sichern
Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten Sie regelmäßig sofort umsetzbare, wissenschaftlich fundierte Impulse für Ihre Lehre – plus unser Gratis-eBook direkt zur Anmeldung.

Durch die Einschränkungen in der Präsenzlehre hat sich der Anteil des Selbststudiums stark erhöht, und asynchrone Online-Selbstlernkurse ersetzen stellenweise die virtuellen Präsenzphasen. Gerade Musikstudierende stehen dabei vor einer Sondersituation: Das online miteinander Musizieren (Orchester, Chor, Ensemble) und der individuelle Gesangs- und Instrumentalunterricht gestalten sich wegen Latenzproblemen schwierig. Der Beitrag zeigt, wie die bewährte Methode des Blended Learning in Kombination mit Social Video Learning hier helfen kann.
Social Video Learning beschreibt einen didaktischen Paradigmenwechsel beim Lernen mit Videos: weg vom rezeptiven Lernmedium hin zu einem dialogischen Austauschprozess via Videokommentar (Vohle, 2016). Lernende können beliebiges Videomaterial zeitmarkengenau mit Text, Zeichnungen, Symbolen oder Audio selbst kommentieren (Selbstreflexion) und diese Kommentare durch Kommiliton:innen und Lehrende erneut kommentieren lassen (Peer-Feedback). Eine Plattform, die dies umsetzt, ist edubreak CAMPUS mit der zugehörigen edubreak APP: Der Videoplayer bietet Annotationswerkzeuge wie eine „Ampel“, eine Wettermetapher zur Einschätzung von Emotionen und integrierbare Bilder, dazu Weblog, E-Portfolio, Aufgabenbereich und ein Feedback-Cockpit.
Bewährt hat es sich, das Seminar mit synchronen Online-Phasen per Videokonferenz zu beginnen und darauf asynchrone Online-Phasen im Learning Management System folgen zu lassen. In den synchronen Phasen erarbeiten Studierende und Lehrende gemeinsam die musiktheoretischen Inhalte; die erste Phase dient dem Klären organisatorischer Details und einer Einführung in die Plattform. In den asynchronen Phasen bearbeiten die Studierenden Aufgaben im eigenen Tempo – etwa das Aufnehmen eines Musikstücks mit der edubreak APP, das situationsgenaue Annotieren und eine Reflexion. Die Lehrenden geben daraufhin Feedback und Verbesserungsvorschläge, die die Studierenden umsetzen können – so lässt sich der Lernprozess gezielt festhalten und nachverfolgen.


Das Praxisbeispiel zeigt, dass sich die Methode auch in der reinen Online-Lehre umsetzen lässt. Dennoch reicht es nicht, einfach nur eine Video-Lernplattform bereitzustellen: Virtuelle Meetings sowie die Kommunikation über Forum, Chat oder E-Mail sind für die Studierenden entscheidend, um sich kennenzulernen, ein Netzwerk aufzubauen und Lerngruppen zu bilden. Es ist deshalb wichtig, die Austauschmöglichkeiten zu intensivieren und die Studierenden immer wieder dazu anzuhalten, sich zu vernetzen.
Herzlichen Dank für den Gastbeitrag an Dr. Tamara Rachbauer.
Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten Sie regelmäßig sofort umsetzbare, wissenschaftlich fundierte Impulse für Ihre Lehre – plus unser Gratis-eBook direkt zur Anmeldung.
Gratis bei Anmeldung zum Newsletter!